Chesapeake Bay Bridge Tunnel, eine recht unerwartete Einkaufserfahrung, Blue Crabs und das zweite Show & Tell

Atlantic Mud Flats

Wieder mussten wir unsere Koffer packen und scheinbar kurz nach Mitternacht aufstehen.

Wir wurden als sprichwörtliche "frühe Vögel" mit einem grandiosen Sonnenaufgang belohnt, der uns für unterdrückte Gähner und sich nicht ganz öffnen wollende Augen entschädigte.

In der kühlen Luft und der steifen Brise, die von der Chesapeake Bay her wehte, war es aber auch bald vorbei mit dem Gähnen und dem Blinzeln...

Sunrise

Unsere erste Destination war vielleicht gar nicht wirklich eine Destination im klassischen Sinne.  Kann man eine Brücke und einen Tunnel, über die oder durch den man auf einer Reise woanders hin fährt, als Destination bezeichnen? Wenn es sich allerdings um eine Kombination von Brücken und Tunnel handelt und Sie über 30 Kilometer hinweg über offenes Wasser führt, ist es auf alle Fälle mehr als eine ganz normale Straße.

Der Chesapeake Bay Bridge Tunnel wurde in den frühen 1960er Jahren gebaut und stellt eine direkte Verbindung dar zwischen dem "Festland" von Virginia und der Delmarva-Halbinsel (Delmarva = Delaware + Maryland + Virginia). Die Straße, die das offene Wasser genau da überquert, wo sich der Atlantik und die Chesapeake Bay treffen, hat die Reisezeit sowohl für den kommerziellen als auch für den privaten Verkehr radikal verkürzt.

Windswept Group

Auf einer der zugänglichen künstlichen Inseln machten wir Halt und wanderten den Pier entlang, der in die Chesapeake Bay hinaus zeigt.  Wir gaben unser Bestes, um die Angler nicht zu sehr zu stören, die ihre Ausrüstung sicherlich schon aufgebaut hatten, als wir noch in unseren Betten lagen.  Die Sonne lachte wieder auf uns herunter, aber auch der Wind war zur Stelle, um unsere Haare in Unordnung zu bringen und Kapuzen zu einem Fashion Statement zu machen. 

Wir hatten keinen strengen Zeitplan für diesen Tag - das Ziel war es, so viel Atmosphäre einzuatmen wie möglich, den Sonnenschein förmlich aufzusaugen und die beeindruckende Landschaft zu genießen.

Gleich nachdem wir den Chesapeake Bay Bridge Tunnel verlassen hatten, hielten wir an einem Besucherzentrum und vertraten uns auf einem einfachen Wanderweg ein wenig die Beine. der Weg führte uns in die Richtung der Wattlandschaft der Atlantikküste:

Trail

Unsere nächste Station entpuppte sich - zugegebenermaßen unabsichtlich - als eine ziemlich außergewöhnliche Einkaufserfahrung.  Direkt an der Landstraße fanden wir das "Fabric Outlet" in einer ehemaligen Tankstelle. 

Fabric Outlet

Wir konnten an dem Gesichtsausdruck der Eigentümerin sehen, dass nicht viele Busse hier halten. Zunächst dachte sie wohl, wir hätten uns verfahren und wollten nach dem Weg fragen. Sie dachte wahrscheinlich nicht, dass 38 Quilterinnen in ihren Laden einfallen würden und eine beträchtliche Stoffmenge davon tragen würden.

Fabric Outlet

Definitiv kein durchschnittlicher Quilt-Laden...

Unser Mittagessen haben wir dann in Berlin im Bundesstaat Maryland eingenommen.  Berlin ist bekannt geworden als Kulisse für den Spielfilm "Die Braut, die sich nicht traut" mit Julia Roberts und Richard Gere.  Aber Berlin ist auch eine wunderhübsche kleine Stadt, die zumindest aus europäischer Perspektive das kleinstädtische Amerika förmlich zu verkörpern scheint. 

Sidewalk

Wenn Sie den Film "Die Braut, die sich nicht traut" gesehen haben, werden Sie diesen überdachten Gehsteig sicherlich erkennen...

Atlantic Hotel

... und auch dieses Hotel!

Nach unserer Mittagspause ging es weiter in Richtung St. Michaels (ebenfalls im Bundesstaat Maryland) und zu unserem nächsten Hotel.  Aber nicht nur in unser Hotel! Pünktlich um 18 Uhr erwartete man uns im Crab Claw Restaurant zu einem geradezu unglaublichen Krabbengelage...

Blue Crabs

Die berühmten "Blue Crabs" im Vordergrund, pinkfarbene Limonade dahinter...

No clean fingers

Das Essen der Blue Crabs ist erstens nicht einfach und zweitens hat man hinterher total verdreckte Finger. Eigentlich ist es auch nicht so einfach, Gesicht und Kleidung beim Pulen und Essen sauber zu halten... 

Nachdem wir uns durch mehrere Gänge traumhaften Meeresfutter hindurch gegessen hatten, ging es zum Hotel und zu unserem nächsten Show & Tell.  Der sehr freundliche Chef des Hotels überließ uns den Frühstücksraum, der zwar nicht ganz optimal ausgeleuchtet war, aber ansonsten perfekt war für eines der lustigsten Show & Tells, die wir jemals auf eine dieser Reisen hatten...


Bitte nutzen Sie den Kommentarbereich unter den Unterkapiteln. Wir würden sehr gerne von den TeilnehmerInnen und auch allen anderen hören, denen dieses Reisetagbuch gefallen hat. Lassen Sie uns und andere an Ihren persönlichen Reiseerfahrungen teilhaben und erzählen Sie uns von interessanten Zielen, die wir auf dieser Reise auslassen mussten. Denken Sie daran, dass sich andere Mitglieder eher für neue Informationen interessieren und weniger für Feedback - ob gut oder schlecht - zum Artikel selbst.

Wir überprüfen die Kommentarbereiche regelmäßig Alle interessanten Aspekte, die aus der Diskussion entstehen, werden zusammengefasst, übersetzt und, wenn notwendig, zu einem Bestandteil des Originalartikels gemacht. Wenn Sie nicht viel Zeit haben, können Sie diese Zusatzinformationen so schnell finden. 

Wenn Sie Ihr Feedback zur Themenwahl, Wortwahl oder der Qualität des Artikels abgeben wollen, verwenden Sie bitte die Feedback-Funktion in der linken unteren Ecke Ihres Bildschirms.