Colonial Williamsburg und eine recht windige Strandparty

Sonne kommt durch das Laub

Wieder dämmerte ein großartiger Tag und wir begrüßten die Sonne mit viel Freude, da wir den größten Teil des Tages an der frischen Luft in Colonial Williamsburg verbringen würden... Das Wetter hätte in der Tat nicht perfekter sein können, um entspannt über das Gelände des Museums zu lustwandeln. 

Wie üblich begann unser Besuch mit einem einführenden Film.  Einige von uns dachten wahrscheinlich, dass dies mehr oder weniger wieder eine Art didaktische Information sein würde.  Es stellte sich jedoch heraus, dass wir eine sehr lebendige filmische Erzählung der Umstände, die letztendlich zur Unabhängigkeitserklärung führen würden, sehen würden, die einen fiktiven Politiker als Hauptperson hatte.  Dieser Ansatz machte es für uns sehr viel klarer, wie schwierig es damals für die einzelnen Bürgerinnen und Bürger gewesen sein musste, ihre Position gegen England, ihrem Heimatland, zu etablieren. 

Nachdem wir uns auf eine Zeit für unsere Abfahrt am Nachmittag geeinigt hatten, konnten alle das Museum auf eigene Faust und im eigenen Tempo erkunden.

Church

Carola und ich entschieden uns, zunächst die im Abby Aldrich Rockefeller Folk Art Museum ausgestellten Quilts zu besichtigen.  Die Ausstellung mit dem Titel "Material Witnesses: Quilts and their Makers" (frei übersetzt: "Zeugen aus Stoff: Quilts und die Frauen, die sie genäht haben") wird bis zum April 2012 zu sehen sein und lohnt einen Besuch auf alle Fälle.  Insgesamt sind 11 Quilts ausgestellt.

Village Green

Was ich an Colonial Williamsburg besonders liebe, ist, dass man sich sofort ins 18. Jahrhundert zurückversetzt fühlt.  Fast an jeder Ecke trifft man auf Museumsangestellte, die historisch korrekt gekleidet sind. Für mich als leidenschaftlichen Jane-Austen-Fan ist das natürlich ganz besonders erquicklich. 

Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass es mich immer in den "Milliner's Shop" (im Lexikon findet man dafür den wunderbaren Ausdruck "Putzmacherei" ;-) zieht, wo ich dann träumerisch den Bändern und Hauben der Bennet-Töchter nachsinniere.  ;-) Glücklicherweise kennt mich Carola schon eine ganze Weile und geht sehr nachsichtig mit diesen meiner Launen um...

Milliner's Shop

Sie können sogar einkaufen in der Putzmacherei in Williamsburg.  Ich habe es mir verkniffen, eines der sehr verlockenden Schnittmuster für Kleidung und Hauben zu kaufen, da ich wusste, dass ich niemals die Zeit haben würde, ein Kleid in der Mode des 18. Jahrhunderts zu nähen, und dass ich in so einer Haube extrem lächerlich aussehen würde. ;-) Aber bei einem Stück Reproduktionsstoff im Stil des französischen Toile wurde ich dann doch schwach.  

Die inzwischen sehr bunten Bäume waren noch sehr weit davon entfernt, ihre Faszination verloren zu haben:

Dresses

Sie könnten locker drei ganze Tage in Colonial Williamsburg verbringen, wir mussten jedoch um 15 Uhr wieder zurück zum Parkplatz.  Paul, unser Fahrer, erwartete uns schon ungeduldig, da er den Nachmittagsverkehr zurück nach Norfolk umgehen wollte.  Es stellte sich heraus, dass er mit seiner Vorhersage einer länglichen Rückfahrt Recht behalten sollte...

Trotzdem hatten wir noch genug Zeit, einen Spontanbesuch bei einem Stoffgeschäft in Norfolk einzuschieben.  Obwohl wir dem Management vorher nicht Bescheid gegeben hatten, dass wir ihre Stoffvoräte deutlich dezimieren würden, waren alle im Laden sehr freundlich. 

Der ungewöhnlich milde Vorabend hatte uns dazu verleitet, eine kleine Beach Party mit Picknick-Abendessen auf dem Strand vor dem Hotel zu planen.  Trotz des herrlichen Sonnenscheins, den wir tagsüber genießen konnten, waren die Temperaturen inzwischen deutlich niedriger. Nach dem Sonnenuntergang wäre eine Strandparty für rationale und vernünftige Leute eigentlich völlig indiskutabel gewesen.  Aber wer will schon ständig rational und vernünftig sein? Also strengten ein paar mutige Quilterinnen tapfere Versuche an, Kerzen in der steifen Brise, die von der Chesapeake Bay herein kam, länger als 30 Sekunden am Brennen zu halten.  Wir gaben unser Bestes, ein gemütliches Plätzchen in mitten von Dünengras und ziemlich lästiger Kletten zu finden.  Und wir hatten wirklich Spaß dabei! Allerdings wurde es auch ziemlich schnell klar, dass wir in die Wärme unserer Hotelzimmer zurück kehren würden, sobald wir genug gegessen hatten, um den Schein zu wahren...


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