Hortus Conclusus - Die Geschichte und die symbolische Bedeutung der eingefassten "geheimen" Gärten

Garden Gate

Der Name Hortus Conclusus, romantischer Titel unseres Hortus Conclusus Medaillonquilts, ist ein lateinischer Ausdruck, dessen wörtliche Übersetzung "eingeschlossener Garten" lautet. Der Begriff bezeichnet versteckte Zufluchtsorte, die oft von Zäunen, hohen Mauern oder undurchdringlichen Hecken umschlossen waren, um so die Privatsphäre ihrer (adeligen) Eigentümer vor der Öffentlichkeit oder wilden Tieren zu schützen.

Im Zentrum hatten diese Gärten typischerweise einen Springbrunnen oder eine Quelle, die von akkurat angelegten Blumenbeeten und -rabatten umgeben waren. Häufig wurden Blumen mit einem hohen Symbolcharakter gepflanzt, wie z. B. dornenlose Rosen, Veilchen, Iris, Madonnen-Lilien und Walderdbeeren.

Walled Garden

Hortus-Conclusus-Gärten sind in verschiedenen Kulturen verbreitet und waren in Klöstern und Monasterien in ganz Europa, in römischen Villen genauso wie in Konstantinopel und an nordafrikanischen Höfen zu finden. Sie gehen zurück auf die traditionelle persische Gartenkultur.

Garden Gate

Umschlossene geheime Gärten dienten vorwiegend als private Rückzugsorte zur Kontemplation, Meditation und Kommunikation. Mit ihrer inneren Schönheit und perfekten göttlichen Ordnung waren diese abgeschiedenen Gärten Zufluchtsorte des Friedens und der Ruhe. Sie boten Schutz vor der unbekannten Welt außerhalb des Gartens und nährten gleichsam Körper und Seele. In ikonografischen Darstellungen aus dem Spätmittelalter wurde die Jungfrau Maria mit ihrem Kind oft in einem Hortus Conclusus dargestellt, der als metaphorischer paradiesischer Garten oder als Garten Eden interpretiert werden kann.

Flowers

Außerdem ist “The Secret Garden” auch der Titel eines berühmten Romans für Kinder von Frances Hodgson Burnett, der vom Great Maytham Hall Garden in Kent in England inspiriert wurde. Auch Herbert George "H. G." Wells, der berühmte englische Autor, verwendete das Motiv des Hortus Conclusus in seiner Kurzgeschichte “A Door in the Wall”.

Waterlilies

Bilder und Text erscheinen mit freundlicher Genehmigung von Anke B. Calzada


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Author: 
Anke B. Calzada