Jinny Beyer Studio, Loudoun Museum, Belle Grove Plantation und unser erstes Show and Tell

Herbstblätter

An diesem Tag haben wir den Großraum Washington DC letztendlich verlassen, aber nicht bevor wir dem Jinny Beyer Studio in Great Falls, einem kleinen Ort am Potomac River, und dem Loudoun Museum in Leesburg einen Besuch abgestattet haben.

Glücklicherweise haben sich Jinny Beyer und ihr Team bereit erklärt, den Laden für uns zwei Stunden früher als normal aufzusperren.  Und sie haben auch auf bewundernswerte Art und Weise die Ruhe bewahrt, als wir auf sie einstürmten und jedes noch so kleine Eck im Laden nach aufregenden Shopping-Zielen durchsuchten!

Jinny Beyer Studio

Wir möchten dem gesamten Verkaufs-Team unseren Dank dafür aussprechen, dass wir so herzlich empfangen wurden. Auch bei Jinny Beyer möchten wir uns bedanken, die sich die Zeit genommen hat, persönlich im Laden vorbei zu schauen, geduldig unsere Fragen zu beantworten, Anleitungen und Bücher zu signieren und mit jedem, der das wollte, für ein Foto zu posieren.

Shopping

Eine ganze Menge Schauen, Bewundern und Auswählen musste während der zwei Stunden erledigt werden, die für unseren Besuch des Ladens zur Verfügung stand.  Schon jetzt, an unserem erst zweiten Reisetag, mussten Berechnungen und Schätzungen angestellt werden, ob der Kauf einer Materialpackung für einen Quilt die sorgfältig erarbeitete Gewichtsstrategie für den Koffer nun komplett über den Haufen werfen würde. Und nachdem eine von uns die hübschen, kirschroten Einkaufstaschen entdeckt hatte, mussten wir natürlich alle eine haben!

More Shopping

Und wieder hat die Gruppe ein Riesenkompliment verdient:  Sie haben ihre Zeit am Schneidetisch und an der Tasche sehr klug geplant, so dass es weder zu größeren Schlangen noch zu irgendwelchen panikartigen Shopping-Attacken gegen Ende unseres Zeitfensters kam.

The Group

Die Gruppe auf und vor Jinny Beyer's Veranda

Nachdem das Wetter nicht so brilliant war, wie wir das gehofft hatten, entschieden wir, die Wasserfälle (eigentlich sind es eher Stromschnellen) im Potomac River, die Great Falls seinen Namen gegeben haben, außen vor zu lassen.  Anstatt dessen sind wir direkt nach Leesburg zurück gefahren, um das Loudoun Museum zu besichtigen, ein regionales Museum, das dem kulturellen Erbe des Loudoun County (vergleichbar mit einem Landkreis) gewidmet ist. Sowohl Leesburg als auch Great Falls gehören zu Loudoun County.

Loudoun Museum

Das Museum (siehe oben) ist viel größer, als die eher bescheidene Fassade dies vermuten ließe.  Das Museum beherbergt eine Dauerausstellung mit Ausstellungsstücken, die im Zusammenhang mit Loudoun Countys Geschichte stehen, z. B. sehr schöne Kleidungsstücke und auch zwei wunderschöne antike Quilts. 

Unsere Hauptmotivation, das Loudoun Museum zu besuchen, war jedoch nicht die Dauerausstellung im Hauptgebäude, sondern die Schätze, die Pam Stewart, die Museumskuratorin, uns in dem zum Museum gehörenden Blockhaus zeigen würde. Das Blockhaus geht auf das Blockhaus zurück, das der Silberschmied Stephen Donaldson ca. 1767 gebaut hatte.

Log Cabin

Von meinen Reisevorbereitungen wusste ich, dass das Museum einige Quilts besitzt, aber dass diese Quilts normalerweise nicht zu sehen sind.  Glücklicherweise bietet das Museum ein "Hinter-die-Kulissen"-Programm an, das Gruppen nach Anmeldung erlaubt, eine Auswahl an Quilts im Vorführungsraum im Museumsblockhaus zu bewundern. 

Nachdem unsere Gruppe zu groß für das Blockhaus war, haben wir uns in drei kleinere Gruppen aufgeteilt.  Diejenigen, die auf die Quilt-Präsentation warteten, sahen sich die Dauerausstellung an oder schlenderten durch die Innenstadt von Leesburg mit seinen zahlreichen Läden und Antiquitätengeschäften.

Pam Stewart, die Kuratorin des Loudoun Museums, erzählte von dem Album Quilt, der nie fertiggestellt wurde und von dem angenommen wird, dass es sich um einen Freundschaftsquilt handelt, der von Quakern aus der nahegelegenen Stadt Waterford genäht wurde. 

Pam Stewart

Die Zeit verflog viel zu schnell und bald mussten wir für die nächste Gruppe Platz machen. 

Um 13:45 Uhr stiegen wir wieder in den Bus, um zum Shenandoah Valley zu fahren.  Auf unserem Weg machten wir bei der Belle-Grove-Plantage Halt, um einen ersten Einblick in das Plantagenleben in den Südstaaten zu erhalten und zum ersten Mal mit dem amerikanischen Bürgerkrieg konfrontiert zu werden, der einige seiner blutigsten Schlachten um Belle Grove herum ausgefochten hatte.

Belle Grove

The front facade of Belle Grove Plantation

Die Front von Belle Grove

Belle Grove wurde 1797 von Major Issac Hite gebaut, dessen Frau Nelly die Schwester von James Madison war.  James Madison war der vierte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Das Haus selbst wurde stark von Thomas Jefferson beeinflusst, dem dritten Präsident, und dessen Vorstellungen von Architektur und Design.  Während des Bürgerkriegs diente Belle Grove als Hauptquartier für General Sheridan von den Nordstaaten. 

Wir wurden nicht nur von einer Nachfahrin der Hite-Familie begrüßt, sondern auch von zwei Südstaaten-Schönheiten, die sich allerdings als Deutsche (oder teilweise Deutsche) herausstellten - Was für eine kleine Welt! ;-)

Introduction

Nach einem Rundgang durch das Haus und durch den Keller (leider war Fotografieren nicht erlaubt), fanden wir uns im Versammlungsraum ein und wurden mit Tee und Cookies bewirtet.  Und wir bekamen sehr interessante Informationen über die Gebräuche des Teetrinkens, die die englischen Siedler nach Amerika brachten, und lernten, warum einige Ladies es während des Unabhängigkeitskrieges bevorzugten, Tee in Kaffeekannen zu servieren...  ;-)

Tree on Fire

Nachdem ich vor unserer Reise ein Meer von farbigem Laub versprochen hatte, beruhigten mich Bäume wie dieser sehr (es gab nämlich viele noch sehr, sehr grüne Bäume!). 

Von Belle Grove aus hat man großartige Ausblicke auf die Blue Ridge Mountains im Westen:

Blue Ridge Vistas

... und zum Shenandoah Valley im Süden:

Shenandoah Valley

Nachdem wir endlich auch das letzte Cookie verspeist hatten und uns von allen verabschiedet hatten, brachte uns unser Bus zu unserem zweiten "Stützpunkt" in Harrisonburg. 

Nach dem Abendessen traf sich ein Großteil der Gruppe in der Hotel-Lobby, um unser erstes (und seit der Reise im Jahr 2008) berühmtes und allseits beliebtes Show & Tell abzuhalten. 

Wenn Sie quilten, werden Sie mit dem Ausdruck "Show & Tell" eher das Zeigen von Quilts und das Erzählen der jeweiligen Entstehungsgeschichte verbinden.  Aber was machen Sie, wenn Sie unterwegs sind und keinen Zugriff auf Ihre Quilts haben?  Nun, Sie zeigen den anderen, was Sie in den bisher besuchten Quilt-Läden alles so gekauft haben! Sie erzählen allen, warum Sie dieses bestimmte Teil eigentlich überhaupt nicht hätten kaufen sollen, aber warum Sie es trotzdem getan haben, obwohl Sie natürlich schon ein paar Gewissensbisse wegen Ihres ohnehin schon überlaufenden Vorrats daheim haben. Ganz zu schweigen von den guten Vorsätzen, die Sie vor der Reise gefasst hatten, und dem Gelübde, dass Sie ganz bestimmt keine Bücher oder Quiltschablonen kaufen würden! ;-)

Show and Tell 1

Diese Bilder beweisen, dass die Gruppe außerordentlich fleißig war: Es wurde so viel mit der Hand genäht, Kreuzstich gemacht und gestrickt, dass wir bei der Messeleitung in Houston hätten anfragen können, ob sie uns unsere eigene kleine Ausstellung in einer der abgeteilten Bereiche organisieren lassen würden.  ;-)

Show and Tell 2


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