MYoD - Woche 21 - Anke

MYoD - Week 21 - Anke

Name der Quilterin: Anke

Name der Übung: Was ist in einem Wort


 

Was Anke über Woche 21 sagt:

Für die Übung dieser Woche "Was ist in einem Wort" nahm ich mein allzeit geliebtes Buch "Zen Shin Talks", geschrieben von Sensei Ogui, einem japanischen buddhistischen Bischof. Während meiner Chicagoer Jahre war er mein Zen Meditationslehrer und ich lernte eine Menge von seinen inspirierenden Lehrstunden und werde mich immer an seinen warmherzigen Charakter, sein Lachen und seinen großartigen Humor erinnern.

Das 137. Wort auf Seite 55 dieses Buchs ist "OTHER" (dt. anders). Während ich über die möglichen Bedeutungen dieses Worts für mich persönlich nachdachte, wanderte ich in Gedanken zurück zu meiner Mindmap von Woche 1. Mein Ziel für MYoD 2014 war es, neue Techniken auszuprobieren, neue Herangehensweisen ans Patchworken und Quilten zu finden, neue Materialien zu benutzen, mich aus meiner Komfortzone herauszubewegen und zu sehen, wohin mich das bringen würde.

Deshalb war das Wort "OTHER" ein richtiger Weckruf für mich und so fing ich einfach an, verschiedene neue Dinge anhand dieses Miniquilt zu versuchen - allerdings ohne vorher zu planen und zu wissen, ob und was am Ende dabei rauskommen würde: 

  • Zum allerersten Mal versuchte ich, mit Farbe auf Stoff zu arbeiten und konnte einige Erfahrungen mit Sunprinting sammeln.
  • Ich benutzte verschiedene Schattierungen von Weiß, Flieder, Lila und Pink - eine Farbkombination, die ich noch nicht wirklich benutzt habe, weil ich Lila & Co. nicht so besonders mag.
  • Die Streifen sind in gewisser Weise asymmetrisch, weil ich für jeden Streifen eine andere Farbe benutzt habe - für mich ein Schritt heraus aus dem Blockdenken.
  • Ich benutzte Rocaille Perlen, um die Körper der Libellen zu betonen und nähte auch noch einige glänzende Knöpfe dazu.
  • Ich ergänzte noch dünnes, glänzendes Organza, um die Libellenflügel dreidimensional erscheinen zu lassen. Bisher habe ich noch nie mit diesem Material gearbeitet.
  • Zum allerersten Mal habe ich freihand Maschinenquilten probiert. Ich war sehr nervös, denn ich wollte das Stück dadurch ja nicht ruinieren. Aber es hat auch wirklich Spaß gemacht, mich einfach treiben zu lassen, ohne Schablonen zu nutzen oder Ornamente vorzuzeichnen. Am Ende war ich nur leider so übermotiviert, dass ich an einigen Stellen zu viel gequiltet habe...

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Es ist noch ein sehr sehr langer Weg, meine persönliche "Erleuchtung" zu erlangen, aber ich denke, ich habe den ersten wirklichen Schritt raus aus meiner Komfortzone als Quilterin gemacht und ich freue mich sehr darauf, noch viel mehr zu lernen auf meinem Weg...