Washington DC

Washington Monument

Natürlich kann man Washington DC nicht außen vor lassen, wenn man in Virginia ist, und ganz besonders dann nicht, wenn das Motto der Reise etwas mit Geschichte zu tun hat. 

Tatsächlich haben wir Washington an einem wichtigen Datum für die US-amerikanische Politik besucht:  Am 2. November 2010 wurde in Amerika nämlich gewählt.   Nachdem wir nun schon mal in der Hauptstadt waren, hatten wir ein wenig gehofft, ein paar Wahlkampf-Aktivitäten beobachten zu können (vielleicht sogar einen Helikopter, der vor dem Weißen Haus landen würde???!?). Aber es wurde uns gesagt, dass das unwahrscheinlich wäre, da jeder wichtige Kopf im Land unterwegs sein würde, um noch ein bisschen Wahlkampf in letzter Minute zu betreiben. The Group in front of the Capitol

Wir, in der Zentrale der Macht... ;-)

Die Erfahrung von der letzten Reise veranlasste uns dazu, die normale Reihenfolge "Arbeit vor dem Vergnüngen" umzukehren.  Arbeit bedeutet in diesem Fall die Stadtführung mit einer offiziellen Fremdenführerin und Vergnügen heißt, die Stadt auf eigene Faust erkunden zu können.  Wie immer auf einer Reise mit Carola und mir sind unsere Mitreisenden herzlich eingeladen, sich uns in solchen Fällen anzuschließen, wenn sie selbst keine besonderen eigenen Pläne haben.  So waren wir ein ganz stattliches Grüppchen, um ein Museum zu besichtigen, das ich schon seit Jahren (vergeblich) umkreise:  Das National Museum of American History.

National Museum of American History

Unglücklicherweise blieb uns an diesem Tag der Zutritt zu der bedeutenden Sammlung an antiken Quilts verwehrt.  Eine Anfrage bei dem Museum vor unserer Reise brachte die gewünschte Führung "hinter die Kulissen" leider nicht hervor, aber im Laufe unseres Besuches erfuhren wir auch, dass man einfach nur die richtigen Leute fragen muss... ;-)

Wir wurden entschädigt durch sehr interessante und sehr lehrreiche "Fachsimpelei" mit Mitgliedern der Annapolis Quilt Guild, die ab 11 Uhr eine Quilt-Vorführung gaben.  Es sind übrigens auch die Damen der Annapolis Quilt Guild, die man kontaktieren sollte, wenn man die Quilt-Archive besichtigen will.  Sie gaben uns wertvolle Tipps, z. B. den perfekten Stift zum Vorzeichnen (ein hellgrauer Kreidestift - ich werde eine Rezension schreiben, sobald ich ihn ausprobiert habe) und wie man eine Quilt-Schablone für ein auf Ihren Quilt abgestimmtes Federmuster herstellen kann.  Nachdem wir (eMail-)Adressen ausgetauscht hatten, haben wir letztendlich das Feld für andere Museumsbesucher geräumt, die sich vorher nicht getraut hatten, näher zu treten. 

Nach unserem Besuch sind wir gemütlich zurück zu unserem Treffpunkt bei der Space Needle gewandert und genossen das wundervolle Wetter und die Aussicht auf das Washington Monument....

Washington Monument

... und auf das Capitol. 

Capitol

Die Zentrale der Smithsonian Institution wird wahrscheinlich seltener von den Hobby-Fotographen abgelichtet, ist es aber nicht weniger Wert!

Smithsonian Institution

Die Smithsonian Institution ist ein Institut der Pädagogik und der Forschung, das die meisten Museen auf Washingtons berühmter "Mall" (die Strecke zwischen dem Capitol und dem Washington Monument) verwaltet.  Es wurde auf der Basis einer Stiftung eines gewissen James Smithson gegründet, ein Brite, der die Vereinigten Staaten nie besucht hatte.  Er wollte, dass sein Vermögen mithelfen sollte, eine "Einrichtung zur Vermehrung und Verbreitung von Wissen unter der Menschheit" zu erreichten - die Smithsonian Institution.  Bis zum heutigen Tag muss man in den Museen des Smithsonian keinen Eintritt zahlen!

Am frühen Nachmittag trafen wir unsere Fremdenführerin vor dem Air and Space Museum (Luft- und Raumfahrtmuseum), um unsere Stadtführung zu den wichtigsten kulturellen Höhepunkten von Washington zu beginnen.  Unsere Fremdenführerin ist Deutsche, lebt aber schon seit Jahren in den USA und in Washington.  Sowohl ihr Wissen als auch ihr Humor hinterließen eine bleibende und sehr positive Erinnerung! Ganz besonders genossen wir ihre Geschichten, die sich ein wenig abseits der "wichtigen" Fakten abspielten, die man normalerweise in den Geschichtsbüchern findet.  Und wir erfuhren auch, dass man heutzutage tatsächlich Tschibo-Kaffee in Washington kaufen kann, wenn man wirklich ganz dringend eine Attacke Heimweh bekämpfen muss... ;-)

Star Spangled Banner

Die amerikanische Flagge "Star Spangled Banner" weht stolz im Wind...

Appliqué carved in stone

... wunderschöne Applikationsmotive, für uns in Stein gemeißelt, damit sie nicht schon vor unserem Besuch verwittert wären....

White House

... das Weiße Haus in der Nachmittagssonne mit dem Washington Monument dahinter....

Famous Words

... berühmte Worte auf den Stufen eines berühmten Denkmals...

Lincoln Memorial

... mit einer großartigen Aussicht...

Washington Monument

Dieser glorreiche Tag gipfelte in einem Besuch des Daches des John F. Kennedy Centers, was uns einen wundervollen Blick über Washington, den Potomac River und Georgetown bescherte.

View from J. F. Kennedy Center

Dies war ein angemessenes Ende eines Besuchs, der auch das Ende unseres Aufenthalts in Virginia markierte.  Der nächste Tag würde uns in einen ganz anderen Teil der Vereinigten Staaten führen...

Ein Post Skriptum zum Thema Grauhörnchen

Unten sehen Sie ein ausgesprochen schönes Foto, das Carola von einem der allgegenwärtigen Grauhörnchen in Washington geschossen hat.

Sciurius Carolinensis

Ich persönlich habe ja ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Grauhörnchen. 

Sie sind unglaublich attraktive Tiere mit ihren schnellen, agilen Bewegungen, unglaublichen Anmut und ihrer waghalsigen Akrobatik.  Außerdem gehören sie zu den Nagetieren, eine Tatsache, die sie während einer ganz bestimmten Phase meines Lebens zu den allerwichtigsten Kreaturen im gesamten Universum machte.  Als ich 12 Jahre alt war, wollte ich eine weltberühmte Zoologin werden, bevorzugtermaßen mit dem Forschungsschwerpunkt Wasserschweine (die größten noch lebenden Nagetiere). 

Seitdem ist viel Zeit vergangen und inzwischen bin ich erwachsen geworden.  Und ich kann Ihnen sagen, es ist SEHR frustrierend, wenn Ihre Mitreisenden all die wundervollen Sehenswürdigkeiten, die Sie monatelang recherchiert und kunstvoll in einen Reiseplan hinein gebastelt haben, IGNORIEREN. Und für was??? Für einen kleinen Kerl in grauem Fell mit glänzenden schwarzen Augen und kräftigen gelben Zähnen, der eine Nuss in seinen winzigen Pfoten festhält, und bei der kleinsten Störung davon schießt. Was einen Fototermin mit über 30 Fotografen eine ziemlich nervenaufreibende Angelegenheit für die Reisebegleiterinnen macht.... ;-)


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